Umgestaltung der Bahnhofstrasse in Aarau

Ein Miteinander soll gefördert werden: Weniger Regulierungen, mehr Rücksichtnahme sowie Eigenverantwortung und damit ein besserer Verkehrsablauf. Geplant sind zwei je halbjährige Phasen. Der Fokus im ersten Halbjahr liegt stärker beim Veloverkehr, im zweiten Halbjahr stärker beim Fussverkehr.

Zentrale Elemente während des Versuchsbetriebs:

 Mehrzweckstreifen in der Mitte der Strasse: Über diesen mit Pflanzentrögen möblierten Streifen können die Fussgängerinnen und Fussgänger die Bahnhofstrasse auch ohne markierte Fussgängerstreifen sicher queren. Sie sind dabei nicht an vordefinierte Stellen gebunden.

Tempo 30: Das reduzierte Tempo (Tempo 30) stärkt das sichere Miteinander der unterschiedlichen Verkehrsmittel und harmonisiert den Verkehrsfluss.

Aufhebung Lichtsignalanlage Kasinostrasse und Aufhebung Linksabbieger für MIV: Die Aufhebung des Linksabbiegers (nicht für Velofahrer gültig) ist notwendig, um den Verkehrsfluss auf der Bahnhofstrasse zu verbessern. Zudem erlaubt die Massnahme eine deutliche Verbesserung der Veloführung in der Kasinostrasse und weiter Richtung Bahnhof oder Tunnelweg.

Bushaltestellen: Der Testlauf soll auch Erkenntnisse zum idealen Standort und der Ausführung der Bushaltestellen liefern. Sie werden so angeordnet, dass das flächige Queren für Fussgängerinnen und Fussgänger unterstützt wird. Als Alternative zur bestehenden Busbucht wird auch ein Fahrbahnhalt getestet.

Velostreifen: Die in der ersten Phase ebenfalls noch bestehenden Velostreifen auf der Bahnhofstrasse werden in der zweiten Testphase zu Gunsten eines breiter ausgestalteten Mehrzweckstreifens aufgehoben.

Evaluation: Für die Auswertung des Testlaufs wird unter anderem die Situation im Projektperimeter während 1 Woche pro Phase mit Videokameras gefilmt, um z.B. die Fussgänger- und Velobewegungen zu erfassen. Damit sollen kritische Situationen wie Überholmanöver analysiert werden können. Ergänzend sind Befragungen von Verkehrsteilnehmenden geplant.

Die PVRA wurde von den zuständigen Stellen frühzeitig einbezogen, um die neuralgischen Punkte gemeinsam zu diskutieren. Ziel ist es, das Miteinander im zur Verfügung stehenden Strassenraum zu fördern und besser auszunützen. Ebenso sollen die Massnahmen zu einer Verkehrsberuhigung führen. Um die Diskussion breit abzustützen, sind wir auf Rückmeldungen aus unseren Reihen angewiesen.

Bitte meldet euch per Mail an unsere Geschäftsstelle.

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